Black and tan Grosspudel


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Frühlingsmilitary in Huttwil

Frauchen und ich waren am Wochenende am Frühlingsmilitary in Huttwil. Wie es so war, berichte ich euch jetzt mal:

Zu allererst: Waaaarten
Als wir ankamen, waren wir nicht die ersten. Logisch, schliesslich hatte es um 9.00 Uhr angefangen und jetzt war schon 10.00 Uhr! Und das nur, weil Frauchen erst noch ein wenig ausschlafen wollte und meinte, wir müssten einen grösseren Morgenspaziergang machen, damit ich nicht so aufgedreht wäre. Also mussten wir nach dem Durchgang bei der Kasse warten, bis wir beim ersten Posten starten konnten. Frauchen war da sehr streng. Ich wollte so gerne einige der Hunde kennen lernen, aber jedes Mal, wenn ich einen dort beschnuppern wollte, wo wir Hunde einander eben so beschnuppern, musste ich wieder neben Frauchen SITZ machen. Na ja, dann habe ich die anderen eben nur beobachtet…

Posten 1: Multikulti
Da durfte ich nichts machen. Frauchen musste raten, wie viele Hunderassen am Start waren. Die richtige Lösung erfuhren wir erst am Schluss: Es waren 79 Rassen. Das wäre ja Frauchens Jahrgang - aber nein, sie hat 57 gesagt. Tststs!

Posten 2: Hulahupp
Der war einfach: Ich sollte einmal durch einen Hulahuppreifen springen und wieder zurück. Das habe ich mit Frauchen im Garten schon oft gemacht - aber in Huttwil war es etwas schwieriger, weil rundherum schon andere Hunde hingepinkelt hatten und ich wollte ja soooooo gerne wisse, wer da vorbeigegangen war. Trotzdem habe ich da alle 10 Punkte geholt.

Posten 3: Camping
Fünf Meter vor einem Zelt musste ich warten. Das habe ich ganz brav gemacht, obwohl hinter mir ganz viele Hunde mit ihren Menschen warteten. Frauchen legte in der Zwischenzeit meinen Ball ins Zelt zu den Gegenständen, die bereits drin lagen und danach schickte sich mich los. Ich sollte irgendeinen Gegenstand zurückbringen. Zuerst konnte ich mich ja nicht so entscheiden, denn die Gegenstände waren sooo spannend. Dann brachte ich Frauchen einen Wuschelboudin aus Fell zurück, der war so toll! Frauchen hat mich ganz begeistert gelobt. Ich glaube, sie fand den Wuschelboudin auch sehr toll. Sie hat ihn auch gleich behalten. Im zweiten Anlauf brachte ich ihr einen Plüschball. Den fand ich fast noch toller als den Fellboudin. Auch Frauchen mochte den. Sie lobte mich und versorge die Spielzeuge wieder in das Zelt. Danach spielte sie Ball mit mir.

Posten 4: Setzen x 2
Frauchen sollte mit mir im Fuss (ohne Leine) durch einen Waldteil gehen. Bei einem Stuhl musste sich Frauchen hinsetzen. Ich setzte mich vorbildlich daneben. Frauchen wollte aber, dass ich PLATZ mache und ich bin ja ein braver Hund, deshalb habe ich das auch getan. Das hat dann aber Abzug gegeben, denn ich hätte neben Frauchen SITZ machen sollen. Da hatte jemand wohl bei der Erklärung nicht gut aufgepasst. Tja, Frauchen hat somit einen Punkt verschenkt. Tststs…

Posten 5: Korbball
Also, Frauchen ist ja schon recht und eigentlich mag ich sie ja auch sehr. Aber manchmal ist sie mir etwas peinlich. Bei diesem Posten war das auch der Fall. Da stand ca. drei Meter von Frauchen weg eine Metalltonne, in die sie hätte drei Bälle werfen sollen. Ich musste da brav warten, was ich auch getan habe, somit habe ich meinen Teil prima geleistet. Aber Frauchen? Sie hat keinen einzigen getroffen! Nein, noch schlimmer, sie hat alle drei total weit weg davon geworfen! Das war ja sooooooooooo peinlich! Nun war das bei diesem Posten so, dass ich ihr Versagen auch gutmachen konnte: Ich musste ihr nur die Bälle zurückbringen. Also rannte ich auf ihr Kommando los und holte einen Ball. Als ich mit ihm im Maul zu Frauchen zurück rannte, sah ich den zweiten Ball. Also liess ich den ersten fallen, hüpfte auf den zweiten Ball, nahm ihn und ging weiter Richtung Frauchen. Unterwegs sah ich dann den dritten Ball, liess den zweiten fallen, hüpfte auf den dritten und nahm den in die Schnauze. Ich war schon fast bei Frauchen, als ich merkte, dass das Frauchen nebenan die Bälle auch nicht in die Tonne getroffen hatte. Also liess ich den dritten Ball fallen und rannte in grossen, langen Sprüngen zur Nebengruppe, wo ich sofort anfing, die Bälle aufzulesen. Leider rief mich Frauchen zurück, weil sie das nicht wollte und so brachte ich ihr halt den Ball der anderen Gruppe! So haben wir halt hier kaum Punkte gekriegt… Na ja, Frauchen muss jetzt halt Ballwerfen üben!

Posten 6: Podestplätze
Das war eine einfache Voranübung. Aber da das Podest sooooo fein und interessant roch, brauchte Frauchen etwas Geduld, bis ich wirklich auf das Podest ging…

Posten 7: Orten und anzeigen
Also das war mein absoluter Lieblingsposten! Der war aber auch total einfach: Frauchen führte mich an fünf Kübel vorbei, die mit einem Deckel geschlossen waren. Im Deckel waren Löcher und in vier Kübeln befand sich Sand. In einem Kübel waren Leckerchen drin. Ich sollte zeigen, in welchem. Das habe ich ganz gut gemacht: Ich wollte ja auch unbedingt den Kübel aufmachen und die Leckerchen fressen ;o) Da kriegten wir auch die volle Punktzahl!

Posten 8: Glockenspiel
Hui, das war leicht. Am Boden war ein Gestell. Dazwischen war ein Gummiband fixiert, an dem Glöckchen hingen. Ich musste darüber springen, ohne anzukommen, also ohne dass die Glöckchen klingelten. Na ja, das war schon einfach für so einen Springurudel wie mich…
Posten 9: Augenmass
Da musste vor allem Frauchen arbeiten. Erst erklärte uns eine Frau den Posten. Ich beschnupperte sie währenddessen und Frauchen beobachtete die nette Frau genau. Danach mussten wir fünf Meter weit weg stehen. Bei der Frau war ein Gestell mit Querbalken. Eine Frau stellte die Höhe der Querbalken ein: Einen auf meine Schulterhöhe und einen auf Frauchens Kopfhöhe. Allerdings musste Frauchen sagen, wie weit rauf oder runter die Balken mussten, damit sie stimmten. Das war von weitem schon recht schwer. Frauchen hat es total richtig gemacht: Es hat genau gestimmt, so dass wir alle Punkte kriegten. Nachher hat sie mir erzählt, wieso sie das so genau gewusst hatte: Während die Frau den Posten erklärte, hat Frauchen verglichen, wie viel grösser oder kleiner sie war. Danach hat sie geschaut, bis wohin ich der Frau reichte, während ich ihre Beine beschnupperte. Frauchen kann also auch ganz clever sein… Das wusste ich gar nicht!

Posten 10: Parcours
Ich musst über eine Rampe, danach sollte ich über ein Hindernis springen und zum Schluss lockte mich Frauchen über eine Plexiglasscheibe, die auf zwei Harassen lag. Die war sehr komisch: Erst dachte ich, dass da gar nichts war und ich hatte etwas Angst runter zu fallen. Aber Frauchen hat mir dann gezeigt, dass ich keine Angst haben sollte und ich bin wie ein grosser über die Scheibe gelaufen.

Zum Schluss warteten wir auf die Punkteverkündigung am Startplatz. Frauchen schien etwas müde. Ich habe die andern Hunde und Menschen beobachtet. Da war ein ganz süsser Bernersennenwelpen. Ich hätte ihn so gerne mit nach Hause genommen. Aber Frauchen sagte, der hat schon sein eigenes Frauchen… Na ja, also ging ich halt mit Frauchen alleine wieder nach Hause.
Wir haben übrigens 106 von 130 Punkten erreicht. Toll, oder? Wenn Frauchen das nächste Mal nicht alles versaut, werden wir sicher noch viiiiiiiel besser!

Liebe Grüsse

Balou



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